Seit dem 16. Januar 2026 führt eine Doppelspitze die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH): Birgit Austen ist jetzt Teil der Geschäftsführung. Dr. Arne Beck war zuvor alleiniger Geschäftsführer der NAH.SH.
Birgit Austen tritt die Position der kaufmännischen Geschäftsführerin an. Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin wechselt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft, wo sie zuletzt als Geschäftsführende Administrative Direktorin tätig war. In ihrer neuen Funktion verantwortet sie die Bereiche Fahrgastmarkt und Verbundentwicklung. Dazu zählen unter anderem die Themen Tarif und Vertrieb, Fahrgastinformation, Kommunikation sowie die Finanzierung des Verbundes. Darüber hinaus wird Birgit Austen Vorständin der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Schleswig-Holstein (ZUG.SH) und folgt damit auf den bisherigen Interimsvorstand Bernhard Wewers.
Dr. Arne Beck konzentriert sich künftig zunächst insbesondere auf Infrastrukturprojekte sowie auf Verkehrsverträge mit den Eisenbahn- und Busunternehmen im Land und übernimmt weiterhin die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung.
Bislang kennt Austen die NAH.SH vor allem aus Fahrgastperspektive und weiß um die zentrale Bedeutung eines leistungsfähigen Nahverkehrs für Schleswig-Holstein und die Mobilitätswende. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinem Kollegen Dr. Arne Beck, den Mitarbeitenden der NAH.SH, dem Land Schleswig-Holstein und den Verbundpartnern den Nahverkehr weiterzuentwickeln und das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen“, so Austen. Bereits im Frühjahr 2025 hatte das Land Schleswig-Holstein entschieden, die Geschäftsführung der NAH.SH aufgrund der wachsenden Komplexität und Themenvielfalt auf zwei Personen zu verteilen.
Dr. Arne Beck hat unterdessen im Dezember 2025 angekündigt, seinen Vertrag nicht über September 2026 hinaus zu verlängern, um sich beruflich und privat neu zu orientieren. Sollte bis dahin keine Nachfolge gefunden sein, wird Birgit Austen die Geschäfte zunächst allein führen. Verkehrsstaatssekretärin und Aufsichtsratsvorsitzende der NAH.SH, Susanne Henckel, dankte Dr. Beck für die langjährige Zusammenarbeit und sein Engagement für den Nahverkehr im Land.
Auch Beck betonte, dass ihm ein geordneter Übergang und die erfolgreiche Weiterarbeit der NAH.SH in der Übergangsphase besonders wichtig seien.