Seit Frühjahr 2025 sind Zugbegleiter*innen von DB Regio im Nahverkehr in Schleswig-Holstein mit Bodycams ausgestattet.
Bereits seit 2024 stattet die Deutsche Bahn ihre Zugbegleiter*innen im Nahverkehr bundesweit damit aus. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Mitarbeitende, die eine Bodycam tragen, sind deutlich besser vor Übergriffen geschützt. Gleichzeitig reagieren Fahrgäste überwiegend positiv darauf. Die Bodycam wirkt nachweislich deeskalierend und hilft, Aggressionen einzudämmen. Im Falle eines Vorfalls liefert sie gerichtlich verwertbares Videomaterial für die Strafverfolgungsbehörden. Bundesweit sind aktuell rund 1.400 Bodycams im Einsatz (Stand: Dezember 2025). Das Tragen der Bodycam erfolgt auf freiwilliger Basis.
Die Aufzeichnungsfunktion wird ausschließlich in eskalierenden Situationen und nach klarer Ansage durch das Zugpersonal aktiviert. Die Aufnahmen werden verschlüsselt gespeichert und auf geschützte Server übertragen. Zugriff auf das Videomaterial hat ausschließlich die Bundespolizei. Voraussetzung für den Einsatz sind verpflichtende Schulungen zum technischen und rechtlichen Umgang mit der Bodycam. Ergänzend steht Kundenbetreuer*innen im Nahverkehr (KiN) der sogenannte Prio-Ruf zur Verfügung. Über einen unauffälligen Notfall-Druckknopf können sie im Ernstfall schnell Hilfe anfordern. Die Leitstelle koordiniert umgehend Unterstützung durch Bundespolizei, Rettungskräfte und Sicherheitsdienste.